band

Frog Farm stellt sich vor...

Bild Uwe

Hupens Upens
Posaune

Bild Manuel

Manuel Scheckson
Gitarre

Bild Peter

Pjotr Bollinski
Gesang

Bild Jürgen

Gilbert du Bois
Bass

Bild Tobias

Tobias Nambur
Trompete

Bild Joachim

Sir Joksley Hawk
Keyboard

Bild Markus

Markus Scheckevara
Schlagzeug

The Frog Story...

1997

Nach der Auflösung seiner Band „Java“ ist Basser Gilbert du Bois ganz alleine und sucht nach musikalischem Kontakt. Gleichzeitig beschließen die alten Abikollegen Güthard Aspichson (Sologitarre) und Fanto Feist (Orgel) begabte Musikanten für eine neue Band zu suchen. Wie es Kommissar Zufall will treffen sich die drei im Schweineparadies „Aspichhof“ bei Ottersweier zu einem ersten Jamming. Die Musikrichtung wird noch nicht festgelegt. Wenig später schleppt Güthard seinen damals langhaarigen Kumpel Miguel Zapato an, der sich bereit erklärt, den Gesangspart zu übernehmen. Die Idee Ska- und Reggae-Musik zu machen kommt auf. Güthard trifft den „Torpedos“-Schlagzeuger Markus Scheckevara aus Bühlertal und lädt ihn zum Aspichhof ein. Die ersten Proben in der Scheune des Aspichhofs finden statt. Zunächst werden alte Ska Kracher von Laurel Aitken und den Specials gespielt. Nach und nach entstehen die ersten Eigenkompositionen wie „Conversation“ und „Singing with the Angels“. Der Versuch, einen Blechbläsersatz für die Band aufzutreiben schlägt fehl. Achselzuckend wird auf die für Ska-Bands typischen Bläser verzichtet. Testauftritt beim Meierhoffest in Bühl-Eisental ohne Sänger (in Urlaub) und noch ohne Bandnamen. Aspichson übernimmt heldenhaft den Gesang. Die Band entscheidet sich gegen den Vorschlag „Pigs in Paradise“ als Bandnamen und für „Frog Farm“. Im Winter zieht die Band in Scheckevaras Heizungskeller um, wo sie zunächst vom wütenden Nachbarn mit Silvesterraketen beschossen wird. Zusätzlicher Telefonterror hindert Frog Farm aber nicht am gemeinsamen Musizieren. Erster offizieller Auftritt im „Why Not“ in Achern am zweiten Weihnachtsfeiertag.

1998

Auftritte beim KjG Bandfestival „Woodbock“ in Sinzheim, beim Stadtfest in Baden-Baden-Steinbach und im Jugendhaus Bad Krotzingen. Unvergesslicher Gig im ZigZack in Kehl: Frog Farm spielt im Rahmen eines deutsch-französischen Projekts mit der Haguenauer Band „Ayawatska“ zusammen.

1999

Auftritt im Gemeindehaus Muggensturm. Dummerweise wird das Mischpult im Probenraum in Bühlertal vergessen. Fanto und Zapato fahren mit dem gemieteten grünen VW Bus zurück. Auf der A 5 geht der Sprit aus. Es ist scheisse kalt und kein Autofahrer will anhalten trotz wildem gestikulieren und herumhopsen auf dem Standstreifen. Da geschieht das Wunder: Auf der Gegenfahrbahn erkennt der Bruder von Gilbert du Bois den VW-Bus und kommt zu Hilfe. Das Konzert beginnt mit anderthalb Stunden Verspätung. Der Aufwand hat sich gelohnt: ca. 20 Zuschauer. Weitere Auftritte in Ulm (Donau) im „Murphy´s Law“, in Offenburg (KjG Diözesankonferenz) und bei Privatfeten. Scheckevaras Urlaub in Südafrika bringt neue Elemente in die Musik ein (Insider sprechen von „Affenmusik“) Die erste Demo CD wird aufgenommen. Dies geschieht in Patrick Doningers „Wonderworld“ in Achern-Lauf. Patrick ist Gitarrist der Band „Supernova“, in der Scheckevara ebenfalls mitspielen darf. Trotz spartanischer Ausrüstung im Eierkartonverkleideten Probenkeller von Supernova gelingt eine qualitativ gute Aufnahme von den eigenen Stücken „Conversation“, „Benwood Dick“, „Singing with the Angels“, „Frog Farm“ und „Higher Ground“ (Mastering: Daniel März).

2000

Aspichson (Studium in Offenbach) und Zapato (Ausbildung in Konstanz) entschließen sich nach langem hin und her schweren Herzens zum Ausstieg. Die Probenarbeit hat zu lange wegen der Distanz zum Proberaum in Bühlertal gelitten. Die verbliebenen Bandmitglieder machen sich auf die Suche nach Ersatzmusikern. Scheckevaras Bruder Emanuel (Gitarre) sagt spontan zu. Nach einigen „Castings“ mit unterschiedlichsten Sängern wird Pjotr Bollinski aus Achern-Lauf die neue Stimme von Frog Farm. Er stammt eigentlich aus dem Hardcore „Milieu“ und ist bei „Shortcut“ (Achern) ebenfalls am Mikrophon. Beim Proben werden die meisten alten Hits beibehalten. Es entstehen auch bald neue Eigenkompositionen. Im Dezember dann der Testauftritt im „Rabenkeller“ in Lauf. Kurz zuvor kollabiert Fantos alte Schimmelorgel bei Schönheitsreparaturen. Fieberhaft wir eine halbe Stunde vor Konzertbeginn ein Keyboard aufgetrieben. Es ist zwar kein wirklicher Ersatz für die Sounds der Orgel, rettet aber das Konzert. Trotz spürbarer Nervosität wird es ein guter Auftritt im gerammelt vollen „Rabenkeller“.

2001

Dieses Jahr wurde mit einer feinen Privatparty in einer definitiven Villa gestartet. Nördlich der Packeisgrenze bei Commander Rainer und Captain Dirk wurde das Wohnzimmer unter Aufsicht von Shan-Kai-Scheck zu einen tropischen Karibik Insel. Nach einer Hafenrundfahrt in Hamburch traten die fünf Musiker den Heimweg ins sonnige Baden an - ich sach schon mal tschüß. Als ein Highlight in der Frog Farm Geschichte dürfte wohl das Konzert mit dem Herrn Doktore Ring-Ding und seinen Senior All Starts im Freiburger Waldsee angesehen werden. Nachdem uns der große Doktor (sowohl musikalisch als auch körperlich) im Backstagebereich mit den Worten: "Ihr seid jetzt also Fork Farm. Seid doch mal lustig" empfangen hatte war der Aftritt wohl eher von Nervosität geprägt. Jedenfalls wurden wir mit einer 50x1 Mark Rolle von Ali Baba höchstpersönlich bezahlt - alles in allem eine wertvolle Erfahrung.

2002

Highlight in diesem Jahr war sicherlicher der Auftritt auf dem internationalen Festival des Artefacts mit den Skatalites, die von Anfang an den Ska und Rock-Steady mit prägten. Eigentlich war auch der Godfather himself Laurel Aitken und angekündigt, aber der Bursche hat aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig abgesagt – gut er ist ja auch schon weit jenseits der 70 und könnte unser aller Großvater sein. Trotz dem Fernbleiben von Laurel wird es ein gelungenes Event.
Erstmalig nimmt Frog Farm beim Sommerfest des Studentenwohnheim in der Händelstraße zu Freiburg seine sportliche Leistungsprüfung während des Lieds „Frog Farm“ mit ins Programm auf. Als dann tatsächlich das gesamte Publikum sich in die Hocke begab wurden auch die Ordnungshüter, die seit einiger Zeit versuchten unseren Uli am Mischpult zum Abbruch zu bewegen, von der Bühne aus sichtbar. Da hieß es Augen zu und durch: wir spielten unser geplantes Set zu Ende und bedankten uns höflich bei den Wachmeistern – immer den Gedanken im Hinterkopf die Nacht in einer Zelle zu verbringen. Aber war halb so wild, denn scheinbar waren sie von unserer Musik angetan. Bei der Auftershowparty musste erneut ein Verstoß gegen geltende Gesetzte festgestellt werden. In einem Einkaufswagen wurden Fanto und Pjotr mit überhöhter Geschwindigkeit gesichtet bevor sie samt dem Wagen im Seitenstreifen eine Rolle vorwärts vollzogen. Dank der Regel: Besoffene und Kinder haben einen Schutzengel hatten beide ohne größeren Schaden überlebt. Darüber hinaus durften wir an diesem Abend noch die Bekannschaft mit „häng em high niner“ und Guido W. und seiner Herbstmusik machen. Wie so man Herbstmusik bei einem Sommerfest zu Besten gibt wussten wir auch nicht.
Ach ja Frog Farm wurde noch fünf Jahre alt und lud zu einer Geburtstagsparty ein. Mit zwei Afrikanischen Trommlern im Rahmenprogramm und vielen Helfern wurde unter freiem Himmel ein schönes Fest bei Bier und in letzter Sekunde besorten Wurst- und Käsebrötchen gefeiert, da der organisierte Dönerstand kurzfristig keine Lust hatte. Schließlich begann Ende dieses Jahres die bis heute andauernde Bandfreundschaft der Skacombo The Crashbones aus Günzburg.

2003

Emergenz, ein internationaler Bandwettbewerb, bescherte uns dank des netten Publikums und der sich durch großen musikalischen Sachverstand auszeichnenden Jury mehrere Konzerte. Neben dem Substage in Karlsruhe wurde in diesem Rahmen auch der Cotten Club in Kaiserslautern, das Marktplatzfest in Pforzheim und das Sommercasino in Basel gerockt. Positiver Nebeneffekt: wir durften etliche neue Bands kennen lernen unter anderem auch Yakuzi mit ihren Trompetenpunk aus Pforzheim.
Aufgrund eines längeren Auslandsaufenthaltes von Fanto Feist in Bolivien – unter anderem zur Erlernung des Panflötenspiels - mussten wir einen Ersatz an der Orgel finden. Dieser fand sich schnell in Form von Sir Jocksley Hawk outta Hubwood Forest, der sich durch sein Können nahtlos in die Band einfügte.
Zu erwähnen bleibt noch das legendäre Umsonst Und Draußen in Ellzee, wo wir vor etwa 3000 Zuschauern die Nacht zum Tage machten und mit Schelle so einige Spanferkel in Gedanken brieten. Nicht zu vergessen ist unser erster Auftritt im Irish Pub in Eisenberg (Thüringen), bei dem sich Manuel Scheckson Ahoi Brause durch die Nase zog und ein verschneiter Abend in der Scheuer zu Villingen bei drei zahlenden Gästen.

2004

Es riecht nach Holland im Backstage des Schwimmbadclubs in Heidelberg. Kein Wunder, da macht sich auch die Skaband Let’s Quit warm. Gemeinsam geben wir ein nettes Konzert mit den seit Ewigkeiten im Ska-Business tätigen Niederländern. Zu blöd, dass wir noch nach Hause fahren mussten.
Auch einen netten Abend bot das wiederauferstandene Wiesenfest in Dietlingen. Dort fanden gewiefte Musiker im Backstage einen Herrenlosen Fotoapparat und machten damit Bilder von Körperteilen die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Falls das jetzt der/die Besitzer/in ließt: jep das sind Körperteile von Fröschen.
Fantomas kehrt wieder zurück von seiner Reise auf den Spuren Simon Bolivars und bringt einen Walfisch mit. Einen zum Musikmachen natürlich, keinen richtigen großen. Das Panflötenspiel hat er auch eindrucksvoll gelernt und erhält seit jeher Angebote von Los Jarkas und manchmal auch von Simon und Garfunkel, wenn die mal wieder el condor pasa zum besten geben.
Auf dem Moosmättle Open Air in Kirnbach hatten wir die Ehre mit Red Aim auf der Bühne zu stehen. So eine gnadenlose Rockband hat die Welt noch nicht gesehen. Langhaarige Mähnen in Windgeneratoren und ein Dr. der Gynäkologie (laut eigener Aussage) der seine Wampe schamlos präsentierte. Respekt: das ist Entertainment. Bei der Aftershow Party gesellten wir uns dann aber doch zu den lokalen Asservaten, die uns mit freestyle Rap und Geschichten zu ihrem Bandnamen unterhielten.

2005

Dieses Jahr stand voll unter dem Stern des Fests in Karlsruhe. Wie wir das geschafft haben wissen wir selbst nicht so wirklich aber wir durften vor einem grandiosem Publikum unsere Show darbiete. In dieser Euphorie ließ sich Pjotr von einer handvoll Ordnungshütern nach dem Konzert zu einer kleinen Unterhaltung überreden. Gut sie hatten starke Argumente, aber alles in allem blieb die ganze Sache ohne Konsequenz und der Auftritt konnte noch gebührend gefeiert werden. Leider war dies auch der letzte offizielle Auftritt mit Fanto Feist an der Orgel. Aus gesundheitlichen Gründen... nein Quatsch aus beruftechnischen Gründen zog es ihn nach Bad Saulgau im Schwabenland. Von dort aus war ein regelmäßiges Proben aussichtslos und so entschloss er sich mit zwei weinenden Augen Frog Farm nur noch als Ehrenmitglied zu unterstützen. Bei den Studiositzungen zur CD Umphako konnten wir natürlich auch noch nicht auf unseren Fanto verzichten, daher überredeten wir ihn schnell diesen Kraftakt noch als Abschiedsgeschenk zu vollziehen.
Die Aufnahmen verliefen aufgrund der technischen Versiertheit des Studioleiters Dieter Hildbrand reibungslos. Trotzdem wurde die Arbeit immer wieder mit einem guten Roten geschmiert, nur um sicher zu gehen, dass auch weiterhin nichts ins Stocken gerät. In den Lammroadstudios fühlten wir uns alle wohl und so konnten wir im Folgenden Jahr die CD veröffentlichen.

2006

Die CD Umphako wurde unter das Volk gebracht: Mit Hilfe der Schartenberg Hexen wurde eine Release Party in der Schartenberghalle zu Eisental organisiert. Die in der karibischen Hitze in der Halle zu einem rauschenden Fest wurde.
Nach dieser Aktion hatten wir wieder Zeit uns auf die Musik zu konzentrieren und gingen nun intensiver der schon lange gehegten Idee nach, Bläser in die Frog Farm zu integrieren. Klar, mehr Leute mehr Chaos, aber vorher hatten wir ja auch nicht mit straffer Organisation geglänzt - also her mit den Blaswilligen. Nach einer Castingshow auf 3Sat war für uns klar das wir mit den beiden Bühlertälern Tobias Nambur und Hupens Upens die Richtige Wahl getroffen haben. Beide sind erfahrene Blechbläser und mit goldenen, silbernen und was sonst noch für Nadeln und Trophäen ausgezeichnet. Laut der Bild der Frau wird Tobi-Nambur seines Zeichens Trompeter als unehelicher Sohn von Walter Scholz gehandelt und bei Upens Hupens war seine musikalische Abstammung vom „Landrat mit der Landkart“ völlig klar. Schnell zeigte sich, dass die beiden bestehenden Frog Farm Kompositionen gekonnt ergänzen und neue Stücke den Stempel des Bläsersatzes aufdrücken. Auch bei den ersten Live Acts konnten sich die beiden problemlos durch ihre Performanz integrieren.

2007

Ob sich Ska und Reggae mit Fastnacht verträgt? Aber sicher, den wer Frog Farm kennt der weiß, dass wir auch ohne Fastnacht die Puppen tanzen lassen. So auch auf dem Hexenball zu Eisental Anfang dieses Jahres. Ein Ausflug ins Murgtal hatten wir bisher auch noch nicht gewagt. Ich sag Euch Leute, die Murgtäler lassen es schwer krachen. Richtig fett war der Frimenauftritt bei Schottglas in Mitterteich 10 km von der Tschechischen Grenze entfernt. Mit Anhänger und geliehenem Benz, der nur einmal liegen blieb unter Aussendung weißer Rauchzeichen sind wir gemütlich in die Oberpfalz getuckert. Das Orgateam hatte sich richtig Mühe gegeben mit 10 LKW Ladungen Sand, Palmen ein richtiges kleines Jamaika nach Bayern gestellt. Die Oberpfälzer blieben zunächst eher gedeckt. Doch ging es nicht lange da war der Bann gebrochen und die Bayern steppten im Gewitter vor der Bühne, bis der Schankwart den Rolladen zumachte. Herzlichen Dank nochmals an das Orgateam, die uns gleich ein Set unserer brandneuen T-shirts abgekauft haben und uns nach Ladenschluss ermunterte auch die Minibar nicht zu schonen. Neben T-shirts zur 10 Jahrestour gibt es als Special String Tangas mit Frog Farm Logo. Ganz. Heiss.
Das Openair in Waldheim bei Günzburg war überschattet vom Ausfall des Bassisten, der als the godfather nicht teilnehmen konnte. Was tun? Ein Auftritt mit den fabulösen und deutschlandweit bekannten Skaos kann man doch nicht einfach schmeissen. Dafür wurde eigens der Meister der tiefen Frequenzen René Hudson Hawk aus den Verwandschaftskreisen von Sir Jocksley angelernt. Im Sommer zogen sich die Frösche zurück um mal wieder ein paar neue Stücke zu schreiben. Man darf gespannt sein.
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Seltsam, aber so steht es geschrieben...